Die ganze Welt
spricht vom Jahr-2000-Problem bzw. Millennium Bug, doch was versteht man
eigentlich genau darunter? Das Jahr-2000-Problem stammt noch aus der Zeit
wo Speicherplatz teuer war. Um an Speicherplatz zu sparen bedienten sich
die Programmierer eines Tricks, indem sie bei der Datumseingabe bei Ziffern
einsparten. Statt 1973 wurde nur 73 gespeichert. Was allerdings die kniffligen
Köpfe in ihrer kurzfristigen Denkweise nicht bedachten, war die Tatsache,
dass diese Art der Speicherung im Jahr 2000 bzw. 00 ein Problem hervorrufen
würde. Bei Datumsvergleichen meint nämlich der Computer dass
das Jahr 2000 hinter dem Jahr 1999 steht und kalkuliert eine Differenz
von 99. Wenn beispielsweise die Gebühr eines 2 minütigen Telefongesprächs,
das vom 31.12.1999 (23:59) bis am 1.1.2000 (0:01) geführt wurde mit
einer von Jahr-2000-Problem befallenen Software berechnet wird, kommt die
Telefongesellschaft auf eine Gesprächsdauer von 99 Jahren oder 52
Millionen Minuten! Folgend werden beispielhaft einige weitere Auswirkungen
des Jahr-2000-Problems aufgelistet, die sich aus dem Datumswechsel von
31.12.1999 zum 1.1.2000 ergeben.
Die meisten Vorfälle entstehen aufgrund fehlerhafter Software. Da diese noch aus der Zeit der COBOL-Programmierer stammt und zudem schlecht dokumentiert ist, stellt eine Korrektur einen enormen Aufwand dar. Oftmals ist es der kostengümstigste Weg, neu Standardsoftware bzw. neue Individualsoftware einzusetzen und die alten Daten neu einzugeben. Zusätzliche Jahr-2000-Fehler entstehen aufgrund fehlerhafter Hardware bzw. Chips. Mit Hilfe von Testprogrammen (z.B. Solvator) können fehlerhafte Chips eruiert werden und entsprechende Massnahmen eingeleitet werden.
Download der Freeware-Version von Solvator (62 KB)